Lernschwierigkeiten in der Grundschule sind weitverbreitet und stellen für die Kinder und ihre Familien eine große Belastung dar. Entsprechend ist der Bedarf an wirksamen Unterstützungsmaßnahmen für die Betroffenen sehr hoch. Hier setzen wir mit unserer Projektidee an: Wir wollen untersuchen, welche Prozesse im Gehirn lernstarker Kinder beim Lernen ablaufen. Darauf aufbauend werden wir dann ein pädagogisches Trainingsprogramm entwickeln, das genau diese neuronalen Prozesse bei lernschwachen Kindern gezielt fördert. Im Falle eines Erfolgs könnte unser Ansatz ein neuer und innovativer Weg sein, Kindern mit Lernschwierigkeiten nachhaltig zu helfen.

Nach aktuellen Schätzungen sind etwa ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Grundschulzeit von Lernschwierigkeiten betroffen. Der Bedarf an effektiver Unterstützung für die Betroffenen ist groß. Bisherige Hilfsansätze haben sich vor allem auf pädagogische Unterstützung beim Lernen gerichtet (individuelle Förderung im Unterricht, zusätzliche Lernzeit, Förderlehrkräfte, Lerntherapie etc.). Trotz dieser Unterstützungsmaßnahmen bleiben Lernstörungen dennoch oft eine längerfristige Schwäche, mit der die Betroffenen auch noch in späteren Lebensphasen zu kämpfen haben. Mit unserer Forschung wollen wir an diesem Punkt ansetzen. Wir sind ein junges Team aus Hirnforschern (Neurowissenschaftlern) am Institut für Psychologie der Universität Regensburg. Unsere Mission ist es, zu verstehen, wie das Gehirn lernt, d.h. welche neuronalen Prozesse beim Lernen stattfinden. Besonders interessieren wir uns dafür, wie Kinder lernen und wieso sich Kinder in ihren Lernfähigkeiten unterscheiden. In diesem Projekt wollen wir eine radikal neue Idee verfolgen, um Kindern mit Lernschwierigkeit in der Grundschule zu helfen: Wir werden untersuchen, welche Prozesse im Gehirn lernstarker Kinder stattfinden und dann darauf aufbauend eine pädagogische Trainingsprozedur entwickeln, welche genau diese neuronalen Prozesse bei lernschwachen Kindern fördert. Im Falle eines Erfolgs könnte unser Ansatz, der darauf abzielt, Prozesse in neuronalen Netzwerken zu stärken, die für Lernen von entscheidender Bedeutung sind, ein neuer und innovativer Weg sein, Kindern mit Lernschwierigkeiten nachhaltig zu helfen. Mein Team und ich sehen unsere Aufgabe aber nicht nur in der Durchführung von Forschung zum Lernen von Kindern, sondern auch in der Weitergabe unserer Passion für die wissenschaftliche Untersuchung des Gehirns an die nächste Generation. Deswegen führen wir im Rahmen unserer Forschung an Oberpfälzer Grundschulen Workshops (sogenannte „Brain Days“) durch, in denen wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Geheimnissen des Gehirns auf der Spur sind. Unsere Hoffnung ist, damit einen ersten Funken der Begeisterung für die Hirnforschung bei zukünftigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu entzünden.

opf.rocks Ideenwettbewerb

Diese Idee ist Teil des Ideenwettbewerbs opf.rocks. Gefällt dir die Idee? Dann gib im Formular deine Handynummer an und verhelfe ihr zu 1.000 Euro Preisgeld.

Teilnahmehinweise: Zeitraum für die Abstimmung 1. bis 22. März 2026. Maximal 1 Teilnahme je Handynummer. Alle Daten werden nach dem Abstimmunszeitraum vollständig gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Mehr Infos in den Datenschutzhinweisen.

Jetzt für diese Idee abstimmen!

Teile diese Idee!

Details zur Idee

Projektstand:

Testlauf

Das können wir selbst:

Wir haben bereits Lernexperimente für die Kinder vorbereitet und bringen ein mobiles Gerät zur Messung von Gehirnaktivität während des Lernens mit. Wir können die Daten auswerten und werden die Ergebnisse nutzen, um eine Trainingsprozedur für Kinder mit Lernschwierigkeiten zu entwickeln und zu testen.

Dabei brauchen wir Hilfe:

Wir suchen nach Kindern, die uns durch ihre Teilnahme bei unserer Forschung unterstützen.

So kann man sich beteiligen:

Gemeinsames Arbeiten | Mentoring u. Ressourcen | Kontakte u. Netzwerk

Eine Idee von Sebastian_Frank